So sieht's aus...
Ich kann und will nicht im Detail über die Vorfälle bei mir in der Arbeit sprechen - allerdings trotzdem das Folgende: ich habe gestern eine Remonstration verfasst. Diese Feinheit des Beamtenrechts habe ich bis Freitag gar nicht gekannt - jedenfalls erlaubt mir die Remonstration, Weisungen einer/ eines Vorgesetzten, die ich mit Recht und Gesetz für unvereinbar halte, in Frage zu stellen und mich dagagen zu wehren. Das tue ich, muss allerdings dazu sagen, dass sich meine Remonstration auf dünnem Eis bewegt. Damit komme ich vermutlich nicht durch und kann in der Folge auch meine aktuelle Stelle verlieren - aber die Ereignisse am Freitag, auf die ich nicht näher eingehen will, lassen mir nicht wirklich eine Wahl.
Ich habe X an meiner Seite (wir haben letzte Nacht bis um 3 an unseren jeweiligen Schreiben gebastelt, beraten, ausgetauscht, Strategien entwickelt), aber wenn wir am Montag in die Schlacht ziehen, besteht eine sehr reale Chance, dass wir verlieren. Die Eskalation, die sich jetzt ergeben hat, haben wir nicht gewollt - aber jetzt müssen wir da durch.
Ich kann kaum schlafen oder abschalten. Mal sehen, was morgen passiert.
Comments
Auch von mir viel Glück.
Das mit der Remonstration ist mir aus dem Verwaltungsrecht bekannt, aber ich dachte nicht, dass man sie in so einem Fall anwenden kann. Wenn du aber ein Gesetz hast, gegen das in diesem Fall verstoßen wurde, dann na klar. Interessant. Kannst du mir ja mal genauer schildern, das würde mich nämlich auch mal interessieren.
Ein Gesetz habe ich nicht, aber die Vorgaben des Stadtrates, der Referatszentrale und die Ideen des Neuen Steuerungsmodells (Verwaltungsreform). Meine Remonstration baut eher auf ethische und moralische Gesichtspunkte auf -insofern ist sie vermutlich aussichtslos. Ich schicke sie dir gleich mal zu.
Und euch beiden vielen Dank für die guten Wünsche - die kann ich sehr gut gebrauchen!
Naja, selbst bei ethischen und moralischen Punkten könnte es Erfolg haben. Jedenfalls musst du dich nicht um deine Stelle sorgen, wenn du remonstrierst. Das ist dein gutes Recht als Beamter, wenn du wirklich Bedenken hast. Das Einzige ist natürlich das schon schlechte Klima, das dadurch verschärft werden könnte.
Ja - und ich habe keine Planstelle. Ich kann also sehr leicht einfach umgesetzt werden - dagegen könnte ich nicht einmal klagen!! Insofern bedeutet die Remonstration ein großes persönliches Risiko und ob ich sie morgen wirklich abgebe, weiß ich wohl erst, wenn ich es wirklich getan habe.
Ach ja, wenn du sie liest, wirst du sehen, warum meine Vorgesetzten mir wohl kaum verzeihen werden... LOL
So, nachdem Michelle jetzt ihre rechtliche Analyse geliefert hat und meine Mom mit ihrer ausgesprägten emotionalen Intelligenz die Remonstration als direkten Weg in die Hölle zerissen hat, haben X und ich jetzt auch erkannt, dass wir es in unserem Eifer wohl etwas übertrieben haben. LOL. Die Remonstration wird jetzt durch ein persönliches Schreiben ersetzt, mit dem gleichen Inhalt, aber zugänglich verpackt und den Willen erkennen lassend, nicht gefeuert werden zu wollen. Dank dir, Michelle!
Ich denke auch, dass das eine gute Entscheidung ist. :-)
Ja gute Entscheidung. Sehr gute Entscheidung. Ja wohl.-
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Herrje. :|
Viel Glück!